Klimafreundlich essen

Geposted von Tobias Jost am

Temperaturzunahmen von sechs Grad bis zum Jahr 2100, das Verschwinden der Gletscher, Überschwemmungen, Stürme und vieles mehr sind die prognostizierten Folgen des Klimawandels. Verantwortlich dafür ist die Zunahme von Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan und Lachgas in der Atmosphäre. Der Großteil dieser Klimagase ist „handmade“ – von den reichen Industrieländern.

Um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden, fordern die Klimaforscherinnen und -forscher eine Reduktion der Treibhausgase weltweit bis 2050 um 50 Prozent. Das soll vor allem durch die Einsparung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle passieren. Nicht nur Industrie- und Wirtschaftsbetriebe müssen ihren Beitrag leisten.

Jede und jeder kann sofort und ohne großen Aufwand zur Klimaschützerin bzw. zum Klimaschützer werden: durch einen nachhaltig orientierten Konsum. Auch bei der täglichen Ernährung kann schon viel getan werden!

Tipps für eine Prima-Klima-Ernährung, die sofort und einfach umgesetzt werden kann:

Ein Teller Gemüse ist ein Teller Klimaschutz: Mit mehr Gemüse, Getreide und Obst auf dem Teller werden Sie zum Klimahelden. Denn die Herstellung pflanzlicher Lebensmittel verursacht sehr wenige Treibhausgase.
Fleisch ist aufgrund der energieaufwändigen Dünger-Herstellung für den Anbau von Viehfutter und des bei der Verdauung entstehenden Methans beim Rind äußerst klimaschädlich. Weltweit gesehen produziert die Viehhaltung sogar mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehr!

Bio verursacht weniger Klimagase: Pflanzliche Lebensmittel aus Bio-Anbau verursachen bis zu einem Drittel weniger Treibhausgase als solche aus herkömmlicher Landwirtschaft. Grund dafür ist, dass die Bio-Landwirtschaft nur eigenen Dünger wie Mist und keinen Kunstdünger verwendet.

Das Gute liegt so nah – Greifen Sie zu! Mit Lebensmitteln aus der Region unterstützen Sie die regionale Wirtschaft und verhindern lange Lebensmittel-Transporte. Bei Produkten, die in der Nähe produziert werden (können), sollten Sie zugreifen.

Eröffnen Sie die Saison! Lebensmittel, die bei uns gerade keine Saison haben, kommen oft aus beheizten Treibhäusern. Um diese zu heizen, wird sehr viel Energie in Form von Erdöl verbraucht. Damit gehen hohe Treibhausgasemissionen einher. Ein Beispiel: Für einen Salat aus Freilandanbau entstehen 75 Gramm Treibhausgase, stammt er aus dem beheizten Treibhaus sind es 4.500 Gramm Treibhausgase – also 60-mal so viel.

Lieber frisch und gering verarbeitet statt tief gefroren: Die lange Kühlkette während Transport und Lagerung von (tief)gekühlten Lebensmitteln braucht viel Energie und erzeugt enorm viele Treibhausgase. Die Herstellung tiefgekühlter Pommes frites beispielsweise verursacht 29-mal mehr Treibhausgase als frische Kartoffeln.

Zusammengefasst bedeutet eine klimafreundliche Ernährung: möglichst biologisch, regional, saisonal und frisch. Zusätzlichen Klimaschutz leisten Sie, indem Sie öfter mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Einkaufen gehen und energiesparende Haushaltsgeräte verwenden.

Quelle: http://www.muenchen.de/


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